Abel Tasman Nationalpark Aussicht

Beu gutem Wetter auf nach Abel Tasman

Nach dem anstrengenden Tag gestern, wo wir durch Regen und Matsch laufen mussten, schlafen wir erst einmal lange und lassen den Tag langsam beginnen. Leider muss ich mich vor der Weiterfahrt schon wieder mit dem Dumpen herumschlagen. Immer wieder ein Quell der Freude und beruhigend für die Nerven – nee, nee!

Heute ist der 19. November, und wir haben einen Tag im Wohnmobil vor uns: Wir wollen auf jeden Fall heute noch den Abel Tasman Nationalpark erreichen, wo wir dann auch endlich eine Kajaktour machen wollen. Wir hatten schon überlegt, hier in den Marlborough Sounds solch eine Tour zu buchen, aber bei dem Regen haben wir uns dagegen entschieden. Hoffentlich wird das Wetter endlich mal besser!

HavelockAber nein, es regnet schon wieder – oder immer noch. Der kurvenreiche Queen Charlotte Drive, der durch eine bei sonnigem Wetter sicherlich sehr attraktive Gegend führt und immer wieder herrliche Blicke über die Sounds bietet, führt uns zunächst nach Havelock. Unsere Mägen verkünden uns, dass es Mittagszeit ist. Direkt an der (einzigen) Straße gibt es ein hübsches Muschelrestaurant, aber Lena möchte da nicht rein, wenn ich nichts mit esse. Aber dazu kriegt sie mich nicht. Noppen, Ärmchen und schleimiges Getier sind nichts für mich. Also beschränken wir uns auf einige Stücke Quiche, die aber auch sehr lecker sind, trinken anschließend in einem netten kleinen Café je eine große Schale unserer beliebten Lattes, und schauen hinaus in den Regen.

Tipps

  • In Havelock lohnt ein Snack-Stop. Quiche, Muscheln (wer mag) und Café Latte.
  • Macht einen Strandspaziergang in Nelson!
  • Idealer Campingplatz in Marahau ist Old MacDonalds Farm! Hier kann man auch Buchungen vornehmen und Kleinigkeiten einkaufen.

Nachmittags erreichen wir Nelson, den größten Ort im Norden der Südinsel, und hier scheint tatsächlich die Sonne. Nelson liegt an der Tasman Bay, wo sich offensichtlich schon das im allgemeinen warme und freundliche Klima der Tasmanischen See bemerkbar macht. Frohlockend machen wir hier unseren ersten Strandspaziergang auf der Südinsel, essen anschließend noch ein Eis und sind plötzlich guter Hoffnung, dass wir in den nächsten Tagen mehr Glück mit dem Wetter haben werden.

Gegen 18 Uhr erreichen wir Marahau, den „windigen Garten“, das Tor zum Abel Tasman Nationalpark. Es ist ein sehr kleines Tor; im wesentlichen eine Straße am Strand entlang, von der nur eine weitere abzweigt. In diese fahren wir aber nicht hinein, denn direkt am Beginn des berühmten Abel Tasman Coastal Track soll ein Campingplatz liegen, und der ist noch einen Kilometer entfernt. Also folgen wir der Straße, bis wir rechts das „Park Café“ sehen, direkt am Startpunkt des Wanderweges, und links ein Schild zu zwei Campingplätzen. Denen folgen wir, fahren an dem ersten vorbei und gelangen zu „Old MacDonalds Farm“! Und der Name ist wirklich Programm, ’ne Menge verschiedener Viecher laufen hier herum: Lamas, Hühner, Wildschweine samt Ferkel, hässliche weibliche Pfauen sowie auch ein wunderschöner männlicher, und, und, und. Die Farm hat ein hübsches Office, wo man auch Kleinigkeiten einkaufen, sogar Buchungen für Unternehmungen vornehmen und auch Informationen einholen kann. Eine alte Frau nimmt meine Buchung für erst einmal eine Nacht entgegen; morgen sehen wir weiter, wie lange wir bleiben wollen. Bezahlen kann ich noch nicht, denn die Leitung für die Kreditkarte ist besetzt. Aber das könne ich ja auch noch morgen nachholen, meint die Frau.

Es ist hübsch hier auf der Farm, auch die Pflanzenwelt ist ziemlich bunt. Der Campingplatz für die Caravans liegt noch vierhundert Meter weiter auf dem riesigen Gelände, und dort können wir uns einen Platz aussuchen. Um diese Jahreszeit ist noch nicht viel los, aber genauso haben wir uns das ja auch vorgestellt! Ich kann den Abend hier aber nicht beginnen, bis ich nicht doch wenigstens einmal an den Startpunkt der Wanderung gegangen bin, die wir auch machen wollen. Also stapfe ich los, und der Weg ist weiter als gedacht. Es wird schon dunkel, als ich am Park Café ankomme, einem netten Bistro im Holzhüttenstil, dem vielleicht einzigen Treffpunkt hier in der Nähe. Gegenüber liegt ein kleines Häuschen, das mit riesigen Holzschnitzereien auf sich aufmerksam macht. Aber ich interessiere mich mehr für den Steg, der über das sumpfige Gelände nebenan führt, über niedriges Gras hinweg in die Wildnis hinein… Morgen stehe ich früh auf, sage ich mir, um genau hier den Sonnenaufgang zu fotografieren. Manchmal muss man halt Opfer bringen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.